Mi., 27. Juli

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gegenüber Nordwestbahnstraße 11, Wien

Sonderveranstaltung: SPRICH MIT MIR // Folge 1: Herbert und Samuel Schrott

Sprich mit mir - Folge 1 // Regie: Fabian Eder, AT 2021, 50 Min.

Sonderveranstaltung: SPRICH MIT MIR // Folge 1: Herbert und Samuel Schrott

Zeit & Ort

27. Juli, 21:00

gegenüber Nordwestbahnstraße 11, Wien, Nordwestbahnstraße 11, Wien, Österreich

Über die Veranstaltung

Filminfo:

Regie: Fabian Eder

Eine Jugend im Wien vor dem Anschluss, zwischen Fußball und Mädchen. Herbert hoffte, der Deportation entgehen zu können und schließlich doch zusammen mit seinem Vater nach Theresienstadt verbracht wird, wo er eine Tischlerlehre absolviert. Nach seinem Abtransport nach Auschwitz entrinnt er gemeinsam mit seinem Vater der Todesfabrik, und kommt in ein Unterlager von Dachau kam, wo sein Vater schlußendlich den Strapazen und der Kälte im Winter 1944 erliegt. Er erzählt seinem Enkel von seinem Todesmarsch und der Befreiung, von einer abenteuerlichen Reise in ein zerstörtes Wien und wie er seine Mutter wiedergefunden hat, und ihnen die arisierte Wohnung eines Nazibonzen zugeteilt wurde. Er spricht über Antisemitismus und Hoffnung.

Das Gespräch mit seinem Enkel ist von Humor genau so geprägt, wie von berührenden Momenten.

Im Anschluss erfolgt ein Filmgspräch mit Fabian Eder.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Stadtkino Filmverleih und Tracing Spaces:

Excavations of Lost Memories

Künstlerische Ausgrabungsarbeiten am Wiener Nordwestbahnhof

In einer Freiluft-Installation wurden "Spuren" zweier historischer Ereignisse an ihren Originalschauplätzen rekonstruiert: Analog zu Ausgrabungen werden sowohl die Grundrisslinien der 1952 abgebrochenen Bahnhofshalle und der 1938 darin aufgebauten antisemitischen NS-Propaganda-Ausstellung "Der ewige Jude" im Maßstab 1:1 am Boden nachgezeichnet und als Erinnerungsmal freigelegt. Gleichzeitig wird mit Verweis auf die Dreharbeiten des Films "Stadt ohne Juden" von 1924 ein Zugwaggon in abstrahierter Form nachgebaut. War die fiktive Deportation im Film von 1924 noch vorübergehend, so zeigte die verhetzende Wirkung der Ausstellung 1938 ihre fatale Wirkung im Realen: in Pogromen, Deportationen und Massenvernichtung.

Eine Aussenstelle des Museum Nordwestbahnhof, initiiert und produziert von Michael Hieslmair und Michael Zinganel (Tracing Spaces)

Das Areal des Wiener Nordwestbahnhofs wird in naher Zukunft einem riesigen Stadtentwicklungsgebiet für 14.500 Bewohner*innnen weichen müssen. Vor dem endgültigen Abbruch dokumentiert das Museum vor Ort die wechselvolle Geschichte dieses letzten innenstadtnahen Güterumschlagplatzes, der trotz seiner Größe und Bedeutung in Vergessenheit geraten zu sein scheint. In der aktuellen Sonderausstellung dienen das Museum und die Freiflächen des Bahnhofs zudem auch als künstlerisches Sammelgefäß für Fisch-Geschichten aller Art. Denn die ehemaligen Donau-Au-Landschaften unter dem Terrain des Nordwestbahnhofs boten einst ideale Laichplätze und Lebensräume für eine Vielzahl von Fischen, die durch massive Aufschüttungen für die neuen Bahnhöfe, Donau-Häfen und Gewerbebetriebe zerstört wurden. Fische wurden ab 1899 mit der Bahn aus den Nordseehäfen importiert und in einer Fischfabrik am Nordwestbahnhof verarbeitet.

https://tracingspaces.net/excavations/

https://tracingspaces.net/museum

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